2018


Hl. Messe zum Gedenktag des Hl. Josefmaria

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S.E. Erzbischof Dr. Heiner Koch

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Hauptzelebrant: Erzbischof Dr. Heiner Koch
Mitzelebranten: Pfarrer P. Damian Bieger OFM, Dr. Klaus Limburg, Dr. Herbert Gillessen
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„Den Schriften des heiligen Josefmaria – soweit ich sie kenne – habe ich zwei Grundgedanken entnommen“, so Erzbischof Koch: Einerseits Heiligkeit. „Allein Gott ist heilig“. Wir seien nicht wegen unserer Verdienste heilig, sondern wegen der Verbindung mit Gott. Die Heiligkeit, die der hl. Josefmaria predige, gründe nicht auf die eigene Stärke, sondern auf den Umgang mit Gott. „Die Kirche ist heilig, nicht weil ihre Glieder heilig seien – wir kennen ja unsere Schwäche –, sondern weil sie mit Gott verbunden ist.“
Ausgehend von der Begeisterung, die viele Menschen bei der Fußball-Weltmeisterschaft zeigen, sagte Erzbischof Koch: „Unsere Begeisterung darf nicht eine oberflächliche sein, die schnell verfliegt, wenn die Nationalmannschaft ausscheidet. Die Begeisterung der Christen kommt vom Geist Gottes.“ Als zweiten Grundgedanken aus den Schriften des Gründers des Opus Dei nannte der Berliner Erzbischof: „Menschenfischer sein“. Der hl. Josefmaria habe immer wieder darauf hingewiesen, dass das Werk nicht um seiner selbst willen, kein Selbstzweck sei – genauso wie die Kirche „keine geschlossene Gesellschaft ist, wo wir uns gegenseitig auf die Schuler klopfen“. Deshalb sollen sich Christen öffnen. Gerade in Berlin, wo so wenige Menschen an Gott glauben, seien Christen dazu berufen, die Begeisterung aus dem Umgang mit Gott weiterzutragen.

© Foto: Maria José Rosales


Gott-Vergessenheit - Diagnose und Therapie

Paul Josef Kardinal Cordes

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„Ohne Gott ist das Leben eindimensional“, so der emeritierte Kurienkardinal Cordes in einem Gespräch im Bildungszentrum Feldmark von Berlin. Ausgehend von seinem aktuellen, im Media-Maria-Verlag erschienenen Buch „Dein Angesicht Gott suche ich“ sprach der Kardinal zunächst eine kurze Einführung, ehe Journalist José García zu dem im Buch immer wieder angesprochenen Themenkomplex „Gottesfinsternis“ (Martin Buber) und „Gottvergessenheit“ (Joseph Ratzinger/Benedikt XVI.) mit ihm ein Interview führte. Am Ende hatten auch verschiedene Zuhörer Gelegenheit, Kardinal Cordes Fragen zu stellen. Er erinnerte an viele Gestalten der Kirchengeschichte, die als Beispiel dienen können. Als eine Möglichkeit, in einem säkularisierten Umfeld den Glauben zu bewahren, nannte Kardinal Cordes die Bildung von „Inseln“ mit Gleichgesinnten, vor allem aber das Gebet und die Sakramente: „Wenn die hier Anwesenden regelmäßig beten, dann ist schon viel erreicht“.



Kolloquium zur Aktualität von „Humane vitae“ - 50 Jahre danach

Prof. Manfred Spieker

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Prof. Dr. Manfred Spieker, geb. 1943, Professor für Christliche Sozialwissenschaften an der Universität Osnabrück, von Papst Benedikt XVI. 2012 zum Consultor des Päpstlichen Rates Justitia et Pax berufen, verheiratet, sechs Kinder, 19 Enkel.

Wenn die katholische Kirche sich zu moralischen Fragen äußert, hören viele nur, was die Kirche verbietet. Sie blenden aus, was sie verteidigt. Nie war das deutlicher als bei der Enzyklika Humanae Vitae über die Weitergabe des menschlichen Lebens, die Papst Paul VI. 1968 veröffentlicht hat. Ein halbes Jahrhundert blieb die Enzyklika ein blinder Fleck in der Verkündigung. Drei Entwicklungen haben in den letzten Jahren zu einem besseren Verständnis der Enzyklika beigetragen: ein ganzheitliches Verständnis der menschlichen Sexualität, das den Problemen der Hormonpille nicht ausweicht, ein besseres Verständnis des Fruchtbarkeitszyklus der Frau und Angriffe auf die Ehekultur und den Lebensschutz, die von der Enzyklika bereits angekündigt worden waren.

Wie junge Menschen für Kunst begeistert werden können


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Prof. Dr. Ralf van Bühren ist Kunsthistoriker und Kirchenhistoriker. Er lehrt in Rom Architekturgeschichte und Kunstgeschichte an der Päpstlichen Universität Santa Croce (Fakultät für Kommunikation, Theologische Fakultät). 2014 wurde er von Papst Franziskus als Berater in den Päpstlichen Rat für die Kultur berufen.


Russland – Plädoyer für einen Neuanfang


Dr. Thomas Fasbender

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Thomas Fasbender, Jg. 1957, in Hamburg aufgewachsen, ist Kaufmann, Journalist und promovierter Philosoph. Von 1992 bis 2015 lebte er in Moskau als Manager, Unternehmer und Publizist. 2014 erschien von ihm „Freiheit statt Demokratie. Russlands Weg und die Illusionen des Westens“. Er berät die Berliner Denkfabrik „Dialog der Zivilisationen“.

Familienwallfahrt nach WERDER (Havel)

Dr. Josef Arquer

▶︎ 10:00 Heilige Messe
anschließend Grill, Mittagessen
▶︎ Rosenkranzwanderung an der Havel
▶︎ Gegen 16:00 Abschlussandacht in der Kirche

Resilienz - Krisen können Chancen sein

Dr. Joachim Heisel - Arzt und Psychotherapeut

Jeder Mensch kann in eine Krise geraten. Es gibt Lebenskrisen, Ehekrisen, durch Beruf oder Krankheit ausgelöste Krisen, Sinnkrisen. Krisen bewerten wir zunächst negativ. Sie stellen Be- währtes um uns und in uns in Frage. Oft bergen sie aber auch die Möglichkeit, dass wir über uns hinaus wachsen, Neues anpacken, in unserer Persönlichkeit reifen und dadurch anderen mit unserer Erfahrung helfen können. Die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen, bezeichnet man als Resilienz.
Worin besteht Resilienz und wovon hängt sie ab? Worauf kommt es bei der Bewältigung persönlicher Krisen an? Welche Ressourcen sind dabei wichtig und wie können sie genutzt werden? Darum geht es an diesem Abend bei einem Vortrag und anschließendem Gespräch.

Kapitalistische Marktwirtschaft und Christliche Ethik: Ein Widerspruch?


Prof. Dr. Martin Rhonheimer, Wien

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Prof. Dr. Rhonheimer ist Präsident des Austrian Institute of Economics and Social Philosophy. Das in Wien ansässige Institut wendet sich an Menschen unabhängig von Alter, Religion oder Bildungsgrad. Es will ein tieferes Verständnis für grundlegende wirtschaftliche Zusammenhänge und deren soziale Auswirkungen sowie für die zentrale Rolle des freien Unternehmertums fördern. Insbesondere bezweckt es, das Verständnis dafür zu wecken, dass sich gerade unter den Bedingungen von Kapitalismus und freier Marktwirtschaft die Ziele christlicher Ethik am besten erreichen lassen.


R.I.P. Dr. Josef Arquer

Dr. Josef Arquer


Wir nehmen in großer Dankbarkeit Abschied von Dr. Josef Arquer, der gestern im Alter von 87 Jahren nach längerer Krankheit verstarb.

1955 zum Priester geweiht, kam er nach Deutschland um die Arbeit des Opus Dei zu unterstützen.

Neben seiner stets herzlichen, offenen und zutiefst menschlichen priesterlichen Tätigkeit übersetzte er zahlreiche geistliche Literatur in die deutsche Sprache ( und Kultur) und verfasste selbst spirituelle Artikel, zuletzt sein Buch "Mit großen Augen: An der Schwelle des Glaubens".
Vielen Dank, Dr. Arquer!


Theologisches Kolloquium

Prof. Dr. Klaus Limburg

Recht und Gerechtigkeit beim Propheten Amos (עמוס) - Gespräch über die Aktualität des Alten Testaments.

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